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Was ist ein Intellektueller?

Die Cicero-Liste der 500 deutungs-mächtigsten Intellektuellen hat lebhafte Reaktionen in unserer Leserschaft hervorgerufen. Andere Medien haben die Debatte über die Rolle der Denker im Staat aufgegriffen. Hier eine Auswahl:


Ich bin Nr. 157

Ich weiß nicht, ob es irgendwas bedeutet, dass ich deutungsmächtig bin, oder ob ich nur was fehlgedeutet habe – das Wort deutungsmächtig zum Beispiel, das zwar bedeutend klingt, aber wahrscheinlich nur VGT ist, vorgetäuschter Tiefgang.
( … ) Ich bin Nummer 157, also im Vergleich zu anderen eindeutig unbedeutend.
Harald Schmidt begründet seinen Platz 2 hinter Grass souverän: „Das ist zwar bitter für das Land, aber so ist es nun einmal“ – aber ich kann ja nicht nur unheimlich beleidigt sein, weil Peter Hahne (70) vor mir und klammheimlich erfreut, weil ein paar meiner liebsten Bedeutungsträger weit hinter mir liegen. Der Sechstplazierte Jürgen Habermas nennt „die einzige Fähigkeit, die den Intellektuellen auch heute noch auszeichnen könnte, den avantgardistischen Spürsinn für Relevanz“. Was die Deutung erlaubt, dass es irrelevant ist, wo man steht. Solange man einen Standpunkt hat.

Michael Jürgs, Süddeutsche Zeitung


Zitatkartell

112 Journalisten in einer Liste der 500 „wichtigsten deutschsprachigen Intellektuellen“, dazu noch ein ganzer Schwung von Publizisten: wo man hinsieht, kluge Köpfe. Die Zeitschrift Cicero liefert einen bemerkenswerten Beitrag zur Selbstreflexivität der Journaille. „Der öffentliche Diskurs wird von einer Gruppe von Journalisten und Kulturschaffenden dominiert, die sich untereinander kennen und Zitatkartelle bilden“, sagt Max A. Höfer, der das Ranking erstellt hat.

Welt am Sonntag


Weitere Pressestimmen zum Download:

Cicero_Pressestimmen.pdf