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04.09.2015 Das Internet ein Ort der Freiheit?

In der NZZ erschien ein Artikel von mir über den wachsenden Einfluss empörungswilliger Sittenwächter im Internet, welche die Meinungsfreiheit gefährden - etwa über Shitstorms. Der Perlentaucher moderiert meinen Essay so an:

Das Internet ein Ort der Freiheit? Von wegen, meint  Max A. Höfer in der NZZ. Dort ist längst die Tugendpolizei unterwegs und stellt jeden an den digitalen Pranger, dessen Verhalten ihr nicht passt, wie etwa tausende Kunden des Seitensprungportals Ashley Madison, deren Namen von Hackern veröffentlicht wurden: "Wer glaubt, das Internet würde eine freiere Kultur herbeiführen, übersieht, dass auch die Puritaner ihren Aufstieg einem neuen Medium verdankten: dem Buchdruck. Luther und die Reformatoren erregten sich über die Freizügigkeit und angebliche Sittenlosigkeit des päpstlichen Rom. Ihre Antwort war eine gigantische Flut an Flugschriften und Pamphleten. Die Wirkung der zahllosen Empörungswellen, die sie damit auslösten, war die erhebliche Einschränkung der Freiheit, besonders der sexuellen."