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22.02.2008 Was gut ist, verkauft sich nicht... und andere Legenden

Die offensichtliche Legende - was gut ist, verkauft sich nicht, und was sich gut verkauft, kann nicht gut sein - wird mal wieder bemüht, ohne mit dem Beispiel wirklich bewiesen zu sein. So rümpft die NZZ über den neuen Roman von Eric Emmanuel Schmitt die Nase und fügt hinzu: "Der Flachsinn dieses Werks überrascht, immerhin hat Schmitt 1997 eine  packende philosophische Studie über  Diderot vorgelegt, in der er der Frage nachgeht, weshalb Diderot daran scheiterte, eine verbindliche Moral vorzulegen, und einräumen musste, dass ein Ungeheuer wie Kaiser Nero durchaus glücklich sein mochte. Das Buch war natürlich kein kommerzieller Erfolg“ Der Beweis wäre erbracht, wenn sich die literarische Qualität der Bücher umgekehrt proportional zum Verkaufserfolg verhielte. Das ist aber bei nahezu keinem Autor der Fall.